Liebe Rotarierinnen, liebe Rotarier
Liebe Rotaracterinnen, liebe Rotaracter
Das tragische Ereignis in Crans-Montana hat die rotarische
Aktivität in der ganzen Schweiz deutlich erhöht. Viele Clubs und Rotarier
fragen sich, wie sie den Betroffenen, ihren Familien, den Feuerwehrleuten und
weiteren Beteiligten helfen können.
Die erste Initiative von Rotary Schweiz bestand darin, Unterkünfte
für die Familien der Opfer in der Nähe der Spitäler zu finden, in denen ihre
Kinder behandelt werden. Zahlreiche Rotarier stellten Wohnungen in wichtigen
Krankenhausstädten wie Zürich und St. Gallen zur Verfügung. Wir dürfen stolz
darauf sein, wie schnell diese Aktion umgesetzt wurde.
Parallel dazu haben wir eine Spendenaktion zugunsten der Rotary
Stiftung Schweiz lanciert. Die Sammlung ist gut angelaufen, und wir hoffen,
dass Clubs und einzelne Rotarier weiterhin zu diesem Fonds beitragen werden.
Ich möchte zwei Punkte klarstellen: Alle Spendengelder werden zu 100 % für
Massnahmen im Zusammenhang mit Crans-Montana eingesetzt; Private Personen oder Unternehmen, die über
CHF 200.-- spenden,
erhalten eine steuerlich abzugsfähige Bescheinigung.
Diese Mittel werden für Fälle eingesetzt, für die weder
Versicherungen noch der Bund oder andere Behörden aufkommen. Über die
Verwendung der Mittel entscheidet ein Ausschuss, bestehend aus den drei
District Governors, dem Präsidenten der Rotary Stiftung Schweiz und dem
Präsidenten des RC Crans-Montana. Wir halten uns strikt an die Regeln unserer
Stiftung.
Um geeignete Fälle zu identifizieren, arbeiten wir eng mit den
lokalen Behörden zusammen, insbesondere im Kanton Wallis. Das bedeutet nicht,
dass Gelder ausschliesslich im Wallis verwendet werden; der Grund liegt
lediglich darin, dass die Walliser Behörden die Gesamtkoordination übernommen
haben.
Doch Rotary kann noch mehr tun – und vieles erfordert keine
finanziellen Mittel. Bei meinem Besuch beim RC Chablais.ch habe ich erfahren, dass der Club
Ideen sammelt, wie er helfen kann. Besonders überzeugt hat mich der Vorschlag,
Unterstützung auch langfristig zu organisieren, sobald die Betroffenen näher an
ihr Zuhause zurückkehren oder aus den Spitälern entlassen werden. Der Bedarf
könnte über ein Jahr andauern. Auch die Feuerwehrleute dürfen wir nicht
vergessen, denn auch sie könnten Unterstützung benötigen.
Auf dieser Grundlage habe ich beschlossen, die Ideensammlung auf
alle Rotary Clubs unseres Distrikts auszuweiten. Zu diesem Zweck wurde eine
spezielle E-Mail-Adresse eingerichtet (ideas-howto-help-crans-montana@rotary.ch),
an die Clubs und Rotarier ihre Vorschläge senden können, wie Rotary den
Betroffenen von Crans-Montana helfen könnte. Ich lade euch herzlich zur
Teilnahme ein – keine Idee ist eine schlechte Idee.
Mit freundlichen Grüssen.
Jouni K. Heinonen
Governor 2025-2026