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SUMMARY:Rotary Forum Oberwallis: Online Weindegustation
DESCRIPTION:Olivier Mounir begrüsst die „Anwesenden“ und freut sich ü
 ber die doch 40 Teilnehmer.\n\nDer Weisswein sollte 8-10 Grad haben\, der 
 Rotwein 16-18 Grad.\n\nJohannisberg\, 13 étoiles: Es handelt sich dabei e
 igentlich um den weltweit bekannten Silvaner. Es handelt sich dabei im Wal
 lis um die zweitwichtigste Weinsorte. Der Johannisberg wird auch als Sonnt
 agswein bezeichnet\, weil er nach der Messe serviert wurde. Der Getestete 
 stammt aus einer Parzelle in Miège auf 800-850 Meter über Meer\, was rel
 ativ hoch ist. Der gesamte Johannisberg wird auf dieser Parzelle angebaut.
  Der Kanton Wallis will in 13 Etappen hin zum biologischen Wein gehen. Der
  erste Schritt ist ohne chemischen Dünger\, zweiter Schritt ist ohne chem
 ische Pflanzenschutzmittel. Es kann dadurch das Label Marke Wallis erlangt
  werden. Dieses ist auf der Flasche des Johannisberg\, 13 étoiles ersicht
 lich. Der Johannisberg hat eine Mandelaromatik\, ein bisschen eine Bittern
 ote. Der Getestete ist jedoch ein relativ runder Weisswein. Er ist nicht i
 n Barrique gelagert worden.\n\nIm Wallis gibt es bis zu 50 AOC-Sorten. Es 
 ist ein bisschen das Markenzeichen des Wallis\, dass es so viele Sorten gi
 bt. Der Grund liegt auch an den verschiedenen Bodentypen und Mikroklimen. 
 Die Rahmenbedingungen sind je nach Ort ganz unterschiedlich. Dies ermögli
 cht eine grosse Vielfalt an Sorten. Im Wallis gibt es zudem eine grosse He
 terogenität an Parzellen. Die Weinkultur ist extrem verankert\, trotzdem 
 untersteht sie einem grossen Wandel\, insbesondere Themen wie die Nachfolg
 eregelung etwa von Hobbywinzern gestalten sich schwierig. Dadurch verände
 rt sich die Weinkultur und die Verankerung der Weinkultur ist nicht mehr s
 o stark. Es gibt immer grössere Betriebe\, die die Parzellen professionel
 ler kultivieren. Die aktuelle Situation beschleunigt dies noch. So wurden 
 etwa im Kanton Zürich bereits über 600 Weihnachtsessen abgesagt\, dies b
 edeutet auch\, dass kein Wein konsumiert wird\, insbesondere die Weine von
  weniger guter Qualität bleiben dabei auf der Strecke.\n\nIm Wallis gibt 
 es über 3'000 Kilometer Trockensteinmauern. Dies ist nicht nur ein riesen
  Kulturerbe\, sondern ist auch eine Hypothek. Diese Mauern müssen unterha
 lten werden. Ein Laufmeter neu zu machen bedeutet Fr. 800.00 mehr. Jedoch 
 ist in diesen Mauern eine grosse Biodiversität enthalten und auch landsch
 aftlich ist es ein grosser Mehrwert.\n\nNoch ein Wort zum Fendant: Es hand
 elt sich dabei um die wichtigste Weissweinsorte. Der Name stammt aus dem W
 aadtland\, diese haben es aber unterlassen\, den Namen zu schützen. Die W
 alliser haben den Namen schützen lassen und so darf er nur noch im Wallis
  verwendet werden. Es handelt sich dabei um eine Sorte\, die völlig unter
 schätzt wird.\n\nWeitere bekannte Sorten und Exportschlager: Heida\, Peti
 t d’Arvine. Es handelt sich dabei um aromatischere Weine\, mit denen man
  in der Degustation auftrumpfen kann. Es sind klassische Exportweine. Jedo
 ch rentiert der Export von Weinen nicht wirklich\, dieser ist sehr teuer u
 nd aufwendig. Der Schweizer Wein kommt aber allgemein sehr gut an bei Tren
 drestaurants und dergleichen\, dies sind aber nur sehr kleine Nischen\, vo
 n denen jeweils nur sehr wenige Winzer profitieren können.\n\nDer ökolog
 ische Weinbau ist eine Realität. Italien hat mittlerweile 16% zertifizier
 te Biofläche. Frankreich und Spanien rüsten hier extrem auf. In der Schw
 eiz muss vor allem die Westschweiz noch Gas geben. Der Kanton Graubünden 
 hat sich zum Ziel gesetzt\, in den nächsten fünf Jahren auf biologischen
  Weinbau zu setzen. Dies wird ein Thema sein\, dass die Schweizer Winzer e
 xtrem beschäftigen wird\, insbesondere auch aufgrund der Trinkwasseriniti
 ative sowie der Pestizidinitiative. Auch der Klimawandel ist ein grosses T
 hema. Wenn die Temperatur um zwei Grad steigt\, so wird dies im Rhonetal c
 a. vier Grad sein. Dies aufgrund der Gletscherschmelze\, welche zu einer R
 eflektion der Wärme führt. Es ist bereits heute notwendig\, dem entgegen
 zuwirken\, so etwa durch Fassen und Speichern von Wasser.\n\nEs muss grund
 sätzlich nicht bei jedem Wein das Glas gewechselt werden\, sondern kann d
 asselbe Glas eigentlich für mehrere verschiedene Weine verwendet werden.\
 n\nCornalin: Es handelt sich dabei um einen 2018 Jahrgang. Dies war ein wa
 rmes und sonniges Jahr und gut für die spätreifen Weine. Die Farben im 2
 018 waren sehr schön. Dieser Wein war im Stahltank mit Zuchthefe. Es hand
 elt sich um einen recht typischen Cornalin. Der Ursprung des Cornalin lieg
 t nicht im Wallis\, sondern der Cornalin kommt ursprünglich aus dem Aosta
 tal. Der Cornalin aus dem Aostatal ist eigentlich der Humagne Rouge des Wa
 llis. Der Walliser Landrote ist die Sorte\, welche im Wallis als Cornalin 
 verkauft wird. Dies hat für eine extreme Verwirrung gesorgt. Darum nennen
  immer mehr Winzer im Wallis den Cornalin nicht mehr Cornalin\, sondern La
 ndroter. Der Cornalin ist eine schwierig Rebsorte. Die Rebsorte war über 
 lange Zeit nicht sehr ertragsreich und ist auch nicht einfach zu kultivier
 en. Die Erträge sind sehr alternierend. Darum ist diese Sorte fast ausges
 torben. In den letzten 20 Jahren erlebte er eine Renaissance. Der Cornalin
  eignet sich sehr gut für den Export. Die Fläche nimmt laufend zu. Diese
 s Jahr war der Ertrag sehr wenig. Dies war aber nicht so schlecht für die
  Marktregulierung. Auf der Etikette des Cornalin ist das Bortelhorn abgebi
 ldet.\n\n70% des Weins in der Schweiz wird über die Detailhändler verkau
 ft. Die Tendenz ist steigend. Die Winzer versuchen über die Privatkundsch
 aft und die Gastronomie zu verkaufen und versuchen diese Nischen zu finden
 .\n\nDas Wallis ist nicht gerade die Paradegegend\, um die Weinwirtschaft 
 maschinell zu betreiben. Ein Hektar bedeutet teilweise bis zu 800 Stunden 
 Handarbeit. Daher ist es unmöglich\, im Wallis günstig zu produzieren. D
 arum ist es absolut zwingend\, Topweine zu produzieren\, um wirtschaftlich
  mithalten zu können. Eine grosse Hilfe ist die Robotik. Diese wird auch 
 künftig einen grossen Einfluss auf die Weinwirtschaft haben. Die Digitali
 sierung ist auch im Keller ein grosses Thema. Damit muss der heutige Winze
 r eine grosse Palette an Wissen abdecken. Online-Weindegustationen werden 
 wohl auch künftig stattfinden. Dies wird wohl auch nach Corona weiterlauf
 en. Momentan ist es natürlich sehr aktuell.\n\nMerlot: Zwar ist der Merlo
 t aus dem Tessin sehr bekannt\, jedoch ist der Merlot aus dem Wallis etwas
  eleganter. Es handelt sich um einen 2016 Jahrgang. 2016 war eher ein Durc
 hschnittsjahr. Es war nicht so heiss\, jedoch sind die Weine sehr lagerfä
 hig. Der Wein wurde im Barrique gelagert. Die Fässer werden dreimal gebra
 ucht und dann ersetzt. Es sind vorwiegend französische und spanische Barr
 iquefässer. Das Schweizer Holz ist sehr dominant\, was die Weine zu holzi
 g macht. Es handelt sich um einen fruchtigen Wein. Merlot ist weltweit ein
 e sehr wichtige Weinsorte. Es handelt sich um eine der wichtigsten Weinsor
 te der Welt.\n\nEine der Merlot-Parzellen liegt eher im Osthang\, was nich
 t eine Toplage ist. Die andere Parzelle ist auf 800 Metern über Meer\, wa
 s ebenfalls nicht eine Toplage ist\, was aber bewusst so gewählt wurde.\n
 \nDer Rebbau erfordert sehr viel Energie\, Wasser\, Pflanzenschutz\, usw. 
 Darum gab es ein Projekt zur Automatisierung\, um die Ressourcen minimal a
 ufzuteilen. Andere Winzer versuchen etwa pilzwiderstandsfähige Sorten zu 
 züchten. Heute ist es noch ein bisschen schwierig\, weil die Weinsorte da
 runter leidet.\n\nBerichterstatterin Chantal Carlen\nSprekers: Olivier Mou
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